Schulgeschichte

(Bilder anklicken für größere Ansicht)

Vorgeschichte

Da es bis 1972 keine Waldorfschule in der Nähe gab, mussten Kinder aus dem Göppinger und Boller Raum, die eine Waldorfschule besuchen wollten, jahrelang die weite Busfahrt zur Freien Waldorfschule Engelberg auf sich nehmen. Gegen Ende der 60er-Jahre gab es im Bad Boller Raum eine größere Gruppe von Kindern, deren Eltern die Waldorfpädagogik suchten. So ergriff Frau Kossmann zusammen mit Frau Vogel die Initiative, um in Eckwälden einen Waldorf-Kindergarten einzurichten. (Darauf aufbauend entstand die heutige Land- und Reitschule).

Die Gründung der Freien Waldorfschule Filstal

Die Kindergartenarbeit gedieh prächtig, und es wurde deutlich, dass die Altersgruppe, die im September 1972 eingeschult werden sollte, von der Anzahl der Kinder eine fast volle Klasse ergeben würde. So wurde 1971 der Förderverein Freie Waldorfschule Filstal gegründet; den Namen "Filstal" haben wir deshalb gewählt, weil wir noch nicht wussten, an welchem Ort die Schule letzten Endes stehen würde.
Nach längerer Suche und vielen Anfragen in den umliegenden Gemeinden bekamen wir das Angebot, das gewordene Dorfschulgebäude in Auendorf zu mieten. So konnten wir den geplanten Beginn für September 1972 mit 2 Klassen bekannt geben.

Standort und Räumlichkeiten

Die Dorfschule in Auendorf bot Räume für 3 Klassen und dazu noch einen Versammlungsraum. Das Ende der Auendorfer Zeit war schon aus Platzgründen abzusehen, und es war viel Improvisationstalent von der Schulgemeinschaft gefordert. Ab dem vierten Jahr zogen zwei Klassen in ein auf dem Gelände leergeräumtes Haus. Diese Räume waren aber so eng, dass wir aus Platzmangel an dieser Zeit kaum neue Kinder aufnehmen konnten.
Die intensive Suche nach einem geeigneten Bauplatz begann und erbrachte schließlich einen Bauplatz mitten im Wohngebiet auf dem Haier, erhöht auf dem Sandstein-Rücken mit freiem Blick bis zur Albkante.

Die 1.Klasse (Frau Bader), Sommer 1973

1. Sommerfest in Auendorf, 1973

Luftaufnahme Haier, 1973 (?)

Der Schulbau

Bald hatten wir den gebürtigen Göppinger Wolfgang Ebinger als Architekt gewonnen und konnten mit der Raumplanung für die zukünftige Schule beginnen. Das Richtfest fand mit der ganzen Schulgemeinschaft sowie vielen Vertretern der Stadt Göppingen am 2. Dezember 1977 statt, nur ein Jahr und einen Tag nach dem ersten Spatenstich. Im Juli 1978 zogen wir mit 7 Klassen von Auendorf und einer neuen 1. Klasse in den Neubau in Faurndau ein.
Weitere markante Schritte im Zusammenhang mit dem Bau waren 1986 der Bezug des zweiten Bauabschnitts (Klassen 1 bis 3 sowie 10 bis 12 mit der Hausmeisterwohnung, den Verwaltungstrakt, Speisesaal und Küche), die Saaleinweihung 1992, und 1996 der Ausbau der Räumlichkeiten für die 3. Kindergarten-Gruppe. Wir mussten aber bis 2001 warten, bis die letzte große Bauaufgabe in Angriff genommen werden konnte und der Konferenzraum und die Lehrerbücherei am jetzigen Ort zur Verfügung standen.

Grundsteinlegung, 1977

Baustand Juni 1978

Schlüsselübergabe, erster Schultag 1978

Eröffnung des Festsaals, 1992

Klassenzimmer

Schulhof

Unser Leitbild

In der Zusammensetzung des damaligen Kollegiums wurden zwei verschiedene Impulse deutlich: einerseits der künstlerisch-therapeutische Ansatz zur Gesundung der uns anvertrauten Schüler, was besonders durch die im Raum Bad Boll lebenden Menschen vertreten wurde, und andererseits die Willensschulung und das Hineinstellen in die heutige Arbeitswelt, was besonders den im Filstal lebenden Menschen ein Anliegen war; hier ist die Nähe zur Industrie und die Werkwelt stärker spürbar. Es war in dieser Hinsicht von Anfang an eine sich ergänzende Polarität im Kollegium vorhanden.

Das Schulprofil

Aus den oben genannten Impulsen wurde ein wesentlicher Teil unseres heutigen Schulprofils entwickelt: die Praktika - Landwirtschaft in der 9. Klasse, Soziales in der 10. Klasse, Landvermessung und Betriebspraktikum in der 11. Klasse zum kennen lernen gewisser Felder der Arbeitswelt, sowie die Handwerkszüge in Klassen 11 und 12 zur Vertiefung der Fähigkeiten und Schulung der Verbindlichkeit im Handeln.
In unserer Bauplanung haben wir großen Wert auf eine gute Ausstattung der Räume für den künstlerischen und handwerklichen Unterricht gelegt, um durch die äußeren Gegebenheiten diese Fächer zu unterstützen, und sind glücklich, dass durch die gediegene Aufbauarbeit und Tätigkeit der Kollegen im künstlerisch-handwerklichen Bereich, dieser heute so hochwertig vertreten ist.
Auch die Musik wurde sehr gepflegt, und es gab von Anfang an nicht nur Blockflöten-, sondern auch Leier-Unterricht an der Schule. Zudem besteht mit der Heileurythmie, Sprachgestaltung, Maltherapie und Förderunterricht ein breitgefächertes Angebot an Therapie-Möglichkeiten.

Aussenansichten

... nach der

... Fertigstellung